Gründerhelden.de

Lexikon

Datenschutz – Achtung der personenbezogenen Daten!

23. November 2011 von Gruendung2000 in Lexikon mit 0 Kommentaren

Datenschutzbeauftragter 300x200 Datenschutz   Achtung der personenbezogenen Daten!Die ständige Entwicklung der Technik erfordert eine grundsätzliche Beachtung des Datenschutzes. Besonders kunden- und personenbezogene Daten müssen geschützt werden. Hierbei kann ein Datenschutzbeauftragter Abhilfe schaffen. Dieser ist nicht für jedes Unternehmen erforderlich, aber Unternehmen, die aus Unsicherheit darauf verzichten, riskieren Ärger mit der Aufsichtsbehörde oder eine Geldstrafe. Nach Aussage des Bundesdatenschutzgesetzes sind öffentliche und nicht öffentliche Stellen, die personenbezogene Daten in einer automatischen Form verarbeiten und damit in der Regel mindestens zehn Personen beschäftigen, verpflichtet einen Datenschutzbeauftragten zu bestellen. Dies gilt ebenfalls, wenn Daten auf eine andere Weise erhoben, verarbeitet oder genutzt werden und dabei in der Regel mindestens 20 Personen beschäftigt werden. Unabhängig von der Zahl der Mitarbeiter, müssen Unternehmen, die Markt- oder Meinungsforschung betreiben einen Datenschutzbeauftragten bestellen.

Wer wird Datenschutzbeauftragter?

Der Datenschutzbeauftragte kann ein Mitarbeiter aus dem Unternehmen sein sowie eine außenstehende Person. Der Datenschutzbeauftragte muss schriftlich bestellt werden. Bei nicht-öffentlichen Stellen besteht die Pflicht, den Datenschutzbeauftragten innerhalb eines Monats nach der Aufnahme der Tätigkeit zu bestellen. Der Betriebsrat hat bei diesem Thema lediglich ein Mitbestimmungsrecht, wenn es sich um eine Neueinstellung oder Versetzung eines Mitarbeiters handelt. Die Person muss über die notwendigen Fachkenntnisse sowie Zuverlässigkeit verfügen. Die Notwendigkeit des Wissens richtet sich nach dem Umfang der Datenverarbeitung sowie dem Schutzbedarf der Daten. Nicht geeignet als Datenschutzbeauftragter sind Personalleiter oder Geschäftsführer, auch wenn Sie über ein großes Wissen aus diesem Bereich verfügen. Bei diesen Personen wird von einem Interessenskonflikt ausgegangen, weil sie beruflich ein großes Interesse an den Daten der Kunden haben.

Die Aufgaben eines Datenschutzbeauftragten

Der Datenschutzbeauftragte arbeitet auf die Einhaltung des Datenschutzes hin und überwacht ihn. Außerdem ist er für das Veröffentlichen von Verfahrensverzeichnissen zuständig und schult Mitarbeiter, die mit personenbezogenen Daten arbeiten. Hierbei hat er jedoch nicht die Macht, diese Einhaltung durchzusetzen. Er weist lediglich auf Lücken und Probleme hin. Die Verantwortung für die Beseitigung von Sicherheitslücken liegt in den Händen des Unternehmens bzw. dessen gesetzlichen Vertretern. Somit ist der Betriebsrat nicht von dem Thema Datenschutz befreit. Wird kein zuverlässiger Datenschutzbeauftragter bestellt, handelt es sich um eine Ordnungswidrigkeit, die Kosten nach sich zieht. Das Bestellen eines Mitarbeiters als Datenschutzbeauftragten, der nicht über das nötige Fachwissen verfügt, wird dem nicht erscheinen eines Datenschutzbeauftragten gleichgesetzt.

Bildnachweis: © jh312 – Fotolia.com

 

Tagged , , ,

Jetzt weiterempfehlen:

Das könnte Sie auch interessieren:

Jetzt kommentieren

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

*