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Recht – die Rechtsform beeinflusst die Wachstumsmöglichkeiten des Unternehmens

30. November 2011 von Gruendung2000 in Lexikon, Recht mit 0 Kommentaren

%C2%A9 J%C3%BCrgen F%C3%A4lchle Fotolia.com  225x300 Recht – die Rechtsform beeinflusst die Wachstumsmöglichkeiten des UnternehmensJedes Unternehmen benötigt eine Rechtsform. Diese beschreibt die rechtlichen Beziehungen innerhalb eines Betriebes sowie das Verhalten des Unternehmens nach außen. Die Grundlage für diese Rechtsformen bildet das Gesellschaftsrecht. Das Gesellschaftsrecht setzt sich aus mehreren Gesetzen zusammen und besteht aus dem Bürgerlichen Gesetzbuch, dem GmbH-Gesetz, dem Genossenschafts-Gesetz, dem Aktiengesetzt und dem Handelsgesetzbuch.

Worüber gibt die Rechtsform Auskunft?

Die Rechtsform eines Unternehmens behandelt mehrere Fragen. Sie entscheidet somit darüber, wer die Verantwortung in dem Unternehmen trägt sowie welche Person für die anfallenden Schulden haftet. Außerdem stellt sich die Frage, wer der Unternehmensgründer ist bzw. wie viele Unternehmensgründer es gibt. Zudem ist die Verteilung des Gewinnes und Verlustes geregelt. Dieser Punkt spielt für das Wachstum des Unternehmens eine Rolle, denn Personen, die von dem Gewinn profitieren, müssen diesen einsetzen, um Investitionen zu tätigen, die dem Wachstum des Unternehmens beitragen. Die Verteilung von Eigenkapital und Fremdkapital muss zudem geregelt werden sowie die steuerlichen Aspekte des Unternehmens. Die einzelnen Rechtsformen unterscheiden sich somit in der Haftung, der steuerlichen Belastung des Gewinns, in der Leitungsbefugnis sowie der Höhe des Haftungskapitals.

Was ist bei der Rechtsform zu beachten?

Bei einem Einzelunternehmer ist es grundsätzlich der Fall, dass er mit seinem gesamten Privatvermögen haftet. Personengesellschafter haften ebenfalls mit ihrem gesamten Privatvermögen für ihr Unternehmen. Ein Kapitalgesellschafter hingegen kann seine Haftung auf die Einlagen beschränken. Die Eintragung in das Handelsregister macht die Rechtsformen AG und GmbH zu eigenständigen Rechtspersönlichkeiten. Bei den einzelnen Formen sind markante Unterscheidungsmerkmale zu erkennen, die bei der Wahl der Rechtsform aufmerksam beachtet werden müssen.

Die GmbH als Beispiel einer Rechtsform

Die Eigentümer einer GmbH werden Gesellschafter genannt. Ihre Haftung beschränkt sich auf die Kapitaleinlage. Diese beträgt bei der Gründung 25.000 Euro. Sollte im Vertrag eine Nachschusspflicht verankert sein, kann es zu einem höheren Betrag kommen. Der Gewinn aus einer GmbH unterliegt der Körperschaftssteuer. Steuern auf Dividenden unterliegen zur Hälfte der Einkommenssteuer des Teilhabers. Aufgrund der beschränkten Haftung der Gesellschafter ist die Kreditwürdigkeit einer GmbH nicht sehr groß. Leitungsbefugte sind der Geschäftsführer, der kein Gesellschafter sein muss, der Aufsichtsrat sowie die Gesellschafterversammlung.

Das Einzelunternehmen als Beispiel einer Rechtsform

Bei einem Einzelunternehmen ist der Inhaber eine einzelne Person. Diese haftet unbeschränkt mit dem Privatvermögen. Der Gewinn des Unternehmens unterliegt der Einkommenssteuer und wird mit einem Steuersatz von 19,9% bis 48,5% geltend gemacht. Der Steuersatz hängt dabei von den Gesamteinkünften ab. Die Höhe des Haftungskapitals wird durch die Höhe des Privatvermögens begrenzt. Die Aufnahme eines stillen Gesellschafters kann das Haftungskapital erhöhen. Aufgrund der uneingeschränkten Haftung des Privatvermögens ist die Kreditwürdigkeit sehr groß. Die Leitungsbefugnis innerhalb eines Einzelunternehmens liegt allein bei dem Inhaber.

Bildnachweis:© Jürgen Fälchle – Fotolia.com

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