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Stundensatz berechnen und kalkulieren – was verlange ich für meine Arbeitsstunden?

22. November 2011 von Gruendung2000 in Allgemein mit 1 Kommentar

Stundensatz 300x210 Stundensatz berechnen und kalkulieren – was verlange ich für meine Arbeitsstunden?Die Festlegung des richtigen Preises für geleistete Arbeit ist nicht einfach und beinhaltet wichtige Überlegungen. Außerdem zählt dieser Punkt zu den wichtigsten Faktoren, die über Erfolg oder Nichterfolg eines Unternehmers entscheiden, denn ein Selbstständiger hat kein Unternehmen gegründet, um unzählige Stunden zu arbeiten und nur rote Zahlen zu schreiben. Aus diesem Grund sind einige Punkte bei der Suche nach dem eignen Preis zu berücksichtigen.

Die Ermittlung des Stundensatzes

Zunächst konzentriert sich der Unternehmer auf seine persönlichen Bereiche und nicht auf die Preise der Konkurrenz. Der Unternehmer legt zu Beginn seine eigenen Bedürfnisse und Wünsche fest und erhält damit einen ersten Ansatzpunkt für den späteren Preis. Zunächst plant der Unternehmer seinen gewünschten Verdienst. Dieser wird durch die Kosten der Selbstständigkeit sowie Versicherungen und weitere notwendige Kosten erweitert. Jegliche Kosten der Arbeit und Lebensführung werden hierbei eingerechnet, denn diese Bereiche müssen von den Einnahmen gedeckt werden. Im Anschluss wird überlegt, wie viele potenzielle Arbeitstage mit wie vielen Stunden in einem Jahr real sind. Während dieser Rechnung muss ein möglicher Urlaub ebenfalls berücksichtigt werden. Daraufhin ergibt sich ein Wert. Von diesem Wert werden ca. 30 % abgezogen. Während dieser Zeit arbeitet der Unternehmer nicht für den Kunden, ist krank oder in der Buchhaltung tätig. Dieser Wert ergibt die produktiven Stunden. Folglich wird das Wunscheinkommen durch die produktiven Stunden geteilt und es ergibt sich der Stundensatz. Auf diesen muss im Anschluss noch die Mehrwertsteuer gerechnet werden.

Die Berücksichtigung der Konkurrenz

Neben den eigenen Ansprüchen und Kosten spielt der Preis der Konkurrenz ebenfalls eine Rolle. Ein Unternehmer muss die Preise seiner direkten Konkurrenten kennen und aus diesen lernen. Von diesem Preis muss sich das eigene Unternehmen absetzen, um aus der Masse hervorzustechen. Die eigene Leistung muss dem Preis selbstverständlich entsprechen. Die Unterscheidung von der Konkurrenz ist durch höhere sowie niedrigere Stundensätze möglich. Die Richtung des Preises, also nach oben oder unten, hängt von den Vorstellungen des Unternehmers bezüglich der Einnahmen sowie dem Konzept des Unternehmens ab. Nach der Festlegung des Preises müssen die Geschehnisse im Unternehmen beobachtet werden. Erhält ein Unternehmen jeden Auftrag, ist es zu günstig. Nur, wenn ab und zu einige Kunden ablehnen, befindet sich der Preis in einem guten Bereich.

Bildnachweis: © imageteam – Fotolia.com

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One Comment

  1. Markus12. Juni 2013 at 22:06Antworten

    Ich habe unter wertsatz.de/2013/06/06/stundensatz-berechnen/ meine Gedanken und Erfahrungen zum Thema Stundensatz aufgeschrieben. Ich meine, dass rund 70 % Auslastung bzw. berechenbare Zeit recht hoch angesetzt ist in diesem Beispiel. Ich würde eher mit 50 % (vielleicht sogar noch darunter) kalkulieren. Gerade bei Neueinsteigern ist es so, dass gar nicht so viele Kunden vorhanden sind. Aber auch bei Selbständigen, die länger im Geschäft sind, sehe ich das recht kritisch mit 70 %. Natürlich wird dann der Stundensatz höher, aber man “lügt” sich möglicherweise nicht von Anfang in die Tasche? Oder? Nur meine Meinung :-)

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