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Was bei der Ermittlung des Gewinnes mit der Einnahmen-Überschuss-Rechnung zu beachten ist

20. November 2011 von Gruendung2000 in Lexikon mit 0 Kommentaren

E%C3%9CR 300x199 Was bei der Ermittlung des Gewinnes mit der Einnahmen Überschuss Rechnung zu beachten istBei der Einnahmen-Überschuss-Rechnung (EÜR) handelt es sich um ein buchhalterisches Verfahren. Mit diesem lässt sich der Gewinn für das Finanzamt ermitteln. Dabei spielen die doppelte Buchführung sowie die Bilanzen keine Rolle, sondern lediglich die Einnahmen und Ausgaben werden erfasst. Die Einnahmen-Überschuss-Rechnung richtet sich jedoch nicht an jeden Gründer, sondern lediglich an jene, die von der üblichen Buchhaltungspflicht ausgenommen sind. Dies gilt für Freiberufler sowie Nicht-Kaufleute. Der Gesetzgeber sieht Kaufleute als Personen, die ein Handelsgewerbe betreiben, das ein in kaufmännischer Weise eingerichteten Geschäftsbetrieb erfordert. Wer diesen Geschäftsbetrieb nicht benötigt, zählt demzufolge zu den Nicht-Kaufleuten. Des Weiteren betreiben Nicht-Kaufleute ein Kleingewerbe oder Handelsgewerbe, das über einfach strukturierte und überschaubare Geschäftsbeziehungen verfügt. Handelt es ich dabei jedoch als Rechtsform um eine OHG, KG, GmbH oder AG besteht die volle Buchführungspflicht, die Bilanz und Jahresabschluss beinhaltet. Das freiwillige Eintragen in das Handelsregister zieht ebenfalls die Buchhaltungspflicht mit sich. Zudem darf bei den Nicht-Kaufleuten der jährliche Umsatz nicht über 500.000 Euro liegen und der Gewinn höchstens 50.000 Euro betrage. Werden diese Grenzen überschritten, greift die Buchhaltungspflicht.

Was ist die Einnahmen-Überschuss-Rechnung?

Hinter dem Begriff verbirgt sich eine vereinfachte Form der Gewinnermittlung. Freiberufler und Nicht-Kaufleute kommen somit ihren Pflichten gegenüber dem Finanzamt nach. Dieses Verfahren erfordert keine doppelte Buchführung, sondern der Gewinn ergibt sich aus der Differenz von Einnahmen und Ausgaben.

Wie erfolgt die Einnahmen-Überschuss-Rechnung?

Als Grundlage für die EÜR dienen einfache Aufzeichnungen, aus denen die Einnahmen sowie Ausgaben innerhalb einer Rechnungsperiode hervorgehen. Zu den Einnahmen zählen beispielsweise Betriebseinnahmen, private Kraftfahrtnutzung, vereinnahmte Umsatzsteuer oder Sachentnahmen. Zu den Ausgaben zählen die Miete für Geschäftsräume, Gewerbesteuer, Wareneinkäufe, Kfz-Kosten oder Aufwendungen für geringwertige Wirtschaftsgüter. Dabei handelt es sich lediglich um Beispiele. Die Liste der möglichen Einnahmen und Ausgaben kann sehr lang sein. Diese Beträge müssen mit Belegen nachgewiesen werden. Diese Posten werden beispielsweise in einer Excel-Tabelle erfasst und sind somit überschaubar aufbereitet. Abgeschlossen wird die EÜR mit: Summe der Einnahmen – Summe der Ausgaben = Gewinn oder Verlust. Die Erfassung dient nicht nur dem Finanzamt, sondern auch dem Unternehmer, denn eine solide Buchhaltung ist die Grundlage für den wirtschaftlichen Erfolg. Nur wer diese Zahl kennt, kann auf lange Zeit am Markt bestehen.

Bildnachweis: © PeJo – Fotolia.com

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