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Welche Franchise-Konzepte gibt es, um ein Unternehmen zu gründen?

27. November 2011 von Gruendung2000 in Lexikon mit 0 Kommentaren

Franchise Konzepte 200x300 Welche Franchise Konzepte gibt es, um ein Unternehmen zu gründen?Franchise-Konzepte sind für viele Existenzgründer besonders reizvoll. Sie haben nämlich den Vorteil, dass bereits eine Geschäftsidee besteht, die nur noch übernommen werden muss. Anhand von Erfahrungen anderer Franchise-Nehmer können Selbstständige auch schnell ausloten, welche Chancen und Risiken mit dieser Unternehmensidee verbunden sind. Bevor Sie sich aber für ein Franchisekonzept entscheiden, müssen Sie noch die bürokratischen Hindernisse aus dem Weg räumen. Neben der Anmeldung eines Gewerbes gibt es für bestimmte Gewerbeformen Voraussetzungen, die nachgewiesen werden müssen. Die IHK, Branchenverbände oder auch die Arbeitsagentur beraten Sie über Besonderheiten. Im Internet finden Sie außerdem einige Websites, die Franchisegeber sortiert nach der jeweiligen Branche vorstellen.

Welche Besonderheiten hat ein Franchise-Vertrag?

Ein Franchise-Vertrag folgt keinen Standards, beinhaltet aber häufig folgende Punkte:

 

Grundlagen (Präambel)

Vertragsgebiet als Abgrenzung zu anderen Franchisenehmern

Vertragsdauer – üblich sind Laufzeiten von mindestens fünf Jahren und eine Verlängerungsoption

Skizzierung der Standortanalyse

Pflichten des Franchisegebers und -nehmers

mögliche Schulungen

Warenmanagement

Marketing

Geheimhaltungspflichten

Höhe der Franchisegebühr (Einstiegsgebühren und laufende Gebühren)

Kündigungsrechte

Widerrufsbelehrung

Vor- und Nachteile von bekannten Marken

Viele Existenzgründer denken sich, dass die Übernahme von bekannten Marken als Franchise-Konzept besonders erfolgversprechend ist. Dieser Gedanke ist logisch, denn Franchisenehmer profitieren hier von dem guten Ruf und dem Erfolg der Marke. Der Nachteil besteht allerdings darin, dass sich schon viele für diesen Weg entschieden haben und die Wahl der richtigen Standorte nahezu ausgeschöpft ist. Außerdem verlangen bekannte Marken häufig eine hohe Franchisegebühr, was den Einstieg noch schwieriger macht. Je bekannter das Unternehmen, desto höher sind auch die Kontrollen. Für den Selbstständigen gehen daher auch die Flexibilität und die Selbstbestimmung verloren.

Gebühren und Eigenkapital

Die Franchisegebühren werden von jedem Franchisegeber anders geregelt. Häufig gibt es Einstiegsgebühren, die zwischen 5.000 und 15.000 Euro liegen. Bekannte Unternehmen lassen sich das Franchisekonzept noch teurer bezahlen, hier sind sogar Gebühren von bis zu 750.000 Euro möglich. Einige Franchise-Geber verzichten allerdings auf diese Gebühr. Zu diesen Anfangskosten kommen im Normalfall noch laufende Gebühren. Entweder wird jeden Monat ein vorher festgelegter Betrag abgezogen oder aber der Franchisegeber erhält einen prozentualen Betrag. In der Praxis sind Fixzahlungen von 50 bis 500 Euro pro Monat möglich, die Umsatzbeteiligung liegt dagegen bei 4 bis 5 Prozent des Bruttoumsatzes oder 2 bis 3 Prozent des Nettoumsatzes.

Bildnachweis: © Shariff Che’Lah – Fotolia.com

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