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Wichtige Steueränderungen 2013 für Gründer und Jungunternehmer

8. Januar 2013 von Redaktion in Allgemein, Lexikon, Magazin mit 0 Kommentaren

accounting group of business people working together2 300x199 Wichtige Steueränderungen 2013 für Gründer und Jungunternehmer Ungefähr 50 Steueränderungen wurden für das Jahressteuergesetz 2013 am 26. Oktober beschlossen. Ein Teil dieser Änderungen betrifft auch Selbstständige und Unternehmer mehr oder weniger stark. Auch wenn Komplettlösungen wie von Lexware alle steuerlichen Änderungen für 2013 bereits berücksichtigen, soll nachfolgend auf die wichtigsten Änderungen nochmals eingegangen werden.

Aufbewahrungsfrist wird um zwei Jahre verkürzt

Eine wichtige Änderung, die zwar keine Steuererleichterung bringt, trotzdem aber von großem Vorteil ist, ist die Aufbewahrungspflicht der steuerrelevanten Dokumente, die aktuell 10 Jahre beträgt. Diese Frist soll bereits ab dem nächsten Jahr auf acht Jahre reduziert werden. Ab dem Jahr 2015 kommt es zu einer nochmaligen Reduzierung der Aufbewahrungsfrist auf sieben Jahre.

Änderungen zum Fahrtenbuch

Wird ein Fahrzeug auch privat genutzt und diese Nutzung durch ein Fahrtenbuch erhoben, gelten jene nicht als Betriebsabgaben abziehbaren Aufwendungen, die bei Fahrten, die zwischen Wohnung und Arbeitsstätte oder Betriebsstätte entstehen, als Differenzbetrag zwischen den tatsächlichen Aufwendungen und der Entfernungspauschale.

Wird ein Elektrofahrzeug betrieben und dazu ein Fahrtenbuch geführt, werden jene Kosten, die auf die Anschaffung des Akkumulators entfallen, bei der Gesamtkostenermittlung abgezogen. Diese Regelung gilt für alle Elektrokraftfahrzeuge, die bis 31. Dezember 2022 erworben werden und jene Fahrzeuge, die sich im Veranlagungszeitraum 2013 im Betriebsvermögen finden.

Änderungen bei geringfügiger Beschäftigung – Vorteile auch für Selbstständige

Auch wenn die Erhöhung des möglichen Verdienstes im Rahmen einer geringfügigen Beschäftigung vor allem Arbeitnehmern Vorteile bringen soll, so beinhalten diese vor allem auch für Jungunternehmer und Unternehmensgründer Vorteile. Durch die höhere Verdienstmöglichkeit im Rahmen der geringfügigen Beschäftigung erhält der Arbeitgeber abhängig von der Tätigkeit ein höheres Arbeitszeitvolumen durch Mitarbeiter, die ihn im Tagesgeschäft entlasten.

Verluste wirken mindernd auf Gewinn

Für Selbstständige, die unter anderem eine gewerbliche Tierzucht betreiben, wirken Verluste aus der Tierzucht in Zukunft Gewinn mindernd für das vorangegangene Jahr und die Folgejahre. Daraus folgt, dass in der Tierzucht erwirtschaftete Verluste nicht mit Einkünften aus anderen gewerblichen Tätigkeiten oder Einkunftsarten ausgeglichen werden dürfen. Diese Regelung gilt auch dann, wenn keine Verlustfeststellung nach §10dAbs.4 EStG erfolgte.

Änderungen zum Progressionsvorbehalt

Die Berücksichtigung von Anschaffungs- und Herstellungskosten für Wirtschaftsgüter aus dem Umlaufvermögen erfolgen erst zum Zeitpunkt der Entnahme oder Veräußerung. Voraussetzung ist, dass Verluste dem Progressionsvorbehalt unterliegen und ein besonderer Steuersatz ermittelt wird.

Lohnsteuer-Nachschau wird neu eingeführt

Laut EStG § 42g wird ab 2013 die Lohnsteuer-Nachschau durchgeführt. Diese Lohnsteuer-Nachschau soll die korrekte Einbehaltung und Abführung der Lohnsteuer sicherstellen. Durchführendes Organ ist der Nachschau-Beauftragte. Diesem sind auf Verlangen alle erforderlichen Lohn- und Gehaltsunterlagen, unterschiedlichste Aufzeichnungen, Geschäftsbücher oder Geschäftspapiere vorzulegen sowie die entsprechenden Auskünfte zu geben. Die Lohnsteuer-Nachschau schafft eine Rechtsgrundlage für Lohnsteuer-Außenprüfer bei ihren unterschiedlichen Finanzkontrollen.

Zu guter Letzt noch eine kleine Regelung in der Abgabenordnung, die die doch sehr trockenen steuerlichen Angelegenheiten ein klein wenig auflockern soll. Es geht um die Rundungsregel § 275 der Abgabenverordnung. Ab 1. Januar 2013 dürfen aufzuteilende Steuerbeiträge nicht mehr auf- oder abgerundet werden, da durch die Automatisierung diese der Verwaltungsvereinfachung dienende Regelung ihre Notwendigkeit verloren hat.

E-Bilanz

Ein weiteres Thema für das Jahr 2013 ist das Thema E-Bilanz. Ab den 01.01.2013 erfolgt die Kommunikation mit dem Finanzamt nur noch auf den elektronischen Weg. Die Firma Lexware hat für diese Umstellung ein informationsreiches kostenfreies Ebook zusammengestellt. Hier werden so ziemlich alle Fragen die aufkommen sollten, beantwortet. Hier geht’s direkt zum E-Bilanz Ebook.

 

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